Die Scilly Isles / Mein Geheimtipp Englands und persönlicher Place-To-Be

Drei Stunden mit der Fähre vom Festland Englands entfernt und jede Minute Fahrtzeit wert, liegen die Isles of Scilly im Atlantischen Ozean. Noch nie davon gehört? Ich vorher auch nicht, denn die kleinen, aber wirklich äußerst feinen Inseln sind unter internationalen Touristen eher unbekannt und ein beliebtes Reiseziel der Engländer (der Royals eingeschlossen). Nach schon wenigen Tagen stand auch für mich fest, dass es sich bei diesen Inseln um etwas ganz besonderes handelt.

Denn das Meer ist hier so klar und türkis, der Sand strahlend weiß und dazu sind die paradiesischen Strände auch noch super leer.

Angekommen sind wir auf der Hauptinsel St. Marys , wo wir auch übernachtet haben. Hier in der Hauptsaison eine Unterkunft zu finden, war gar nicht mal so einfach, denn wir haben uns erst einen Monat vorher zu unserem Südengland-Roadtrip entschieden und mit der Planung begonnen. Bei AirBnb war schon alles ausgebucht und bei Booking.com waren nur noch sehr teure Hotels übrig. Über einen Vermieter auf Airbnb, der selbst schon ausgebucht war, haben wir einen Kontakt zu einem kleinen Guesthouse bekommen und hier ganz flott eines der letzten Zimmer gebucht. Mit nicht zu hohen Erwartungen in diesem angekommen, waren wir super glücklich, denn das Zimmer war toll ausgestattet, der Vermieter supernett und das Guesthouse war auch noch direct an einer Bucht zum Schwimmen gelegen. Ich fuege euch hier einen Link ein, damit ihr bei Interesse ebenfalls dort reservieren könnt. Die Reservierung erfolgt dann bei Greenlaws Guesthouse über E-Mail oder Telefon.

Natürlich braucht man anders als beispielsweise in der Karibik etwas mehr Glück mit dem Wetter in England. Bei grauem Himmel auf der Fähre klärte es sich nach unserer Ankunft aber schnell auf und die nächsten Tage hatten wir fast ausschließlich ein glückliches Händchen. Bei Temperaturen um die 25 Grad und Windstille ließ sich die gesamte Insel zu Fuss erkunden und zwischendurch konnten wir uns im (aber wirklich kalten) Atlantik abkühlen. Machte mir aber gar nichts, als Wasserratte.

Am nächsten und übernächsten Tag haben wir uns jeweils zu den Nachbarinseln übersetzen lassen. Einmal nach St. Martins und einmal nach Tresco – zwei herrlich schönen noch kleineren Inseln mit den traumhaftesten Stränden. Wirklich ungelogen: die schönsten, die ich in Europa kenne. Hier haben wir tolle entspannte Tage verbracht und die freien Tage im Sommer sehr genossen.

Ein Erlebnis war besonders aufregend, denn als wir auf Tresco als einzige Besucher etwas auf das Meer hinausgeschwommen sind, sind doch tatsächlich zwei Robben 10 Meter entfernt von uns aufgetaucht und haben uns beobachtet. Immer näher rangeschwommen, haben sie sich gar nicht stören lassen, sind immer mal wieder abgetaucht, aber eben auch wieder aufgetaucht. Davon hätte ich zu gerne mal ein Foto gemacht – wir zwei und die zwei Robben. Bisher waren wir diesen süßen und glitschigen Tieren in Island am nähesten (in der Natur versteht sich, Zoo kann ja jeder). Aber das hat dieses Mal wirklich alles getoppt. Lustigerweise haben wir auch herausgefunden, dass bezahlte Touren angeboten werden, die die Touristen weiter auf das Meer bringen, um mit Robben zu schwimmen. Aber das haben wir nicht gebraucht. War einfach Glück und hat den Tag perfekt gemacht.

Nach dreieinhalb tollen Tagen ging es dann wieder zurück aufs Festland und weiter mit unserem Roadtrip, den ich bald noch genauer mit euch teilen werde. Aber die Isles of Scilly mussten einfach zuerst kommen. Denn das war ein wunderbarer Stopp unserer Reise in England und auch ganz persönlich und emotional das große Highlight. (Wer genauer hinsieht, erahnt vielleicht warum…?)