Kuba-Roadtrip / Meine Lieblingsorte

Sonne, Hitze, weiße Strände, Dschungel, Wasserfälle, ein wahres Urlaubsparadies und dazu auch noch jede Menge Kultur. All das gibt es gebündelt auf der wunderschönen Insel Kuba – der größten der Karibik. Nicht einmal so weit entfernt, wie die Kanaren von uns hier in Deutschland, lag Kuba quasi auf dem Rückweg von meinem New Yorker Apartment nach Hause.

Nach eindringlicher Recherche entschieden mein Freund und ich uns, am Anfang unserer Kuba-Reise in Havanna zu starten und von dort aus einem Roadtrip in den Süden und in den Westen der Insel zu starten. Auf unserer 14-tägigen Reise erlebten wir die gesamte Vielfalt von Kuba – von unendlich schöner Natur, abgeschiedenen Orten bis zu kulturellen Highlights. Meine Lieblingsorte habe ich hier mit einigen Fotos für euch zusammengefasst.

Havanna

Hauptstadt von Kuba und auch wirtschaftliches, politisches und touristisches Zentrum. Das durften wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Besonders sehenswert ist die Altstadt von Havanna mit den vielen alten Häusern, gesäumt von bunten Oldtimern sowie dem Kapitol und der bekannten Che Guevara Hauswand.

Las Terrazas

Mit Sicherheit ein Highlight unserer Reise ist der schöne Dschungelort Las Terrazas. Hier offenbarte sich nicht nur die Vielfalt der Flora in Kuba, wir hatten auch unendlich viel Spaß beim Wandern und nicht zuletzt einer Canopy Tour. Typisch für Südamerika und die Karibik, kann man die örtliche Natur auf spannende und abenteuerliche Weise von oben entdecken. Man befestigt sich mit seinem Haken an einer Seilbahn, die von Baumwipfel zu Baumwipfel führt. Dann stößt man sich von seiner Plattform ab und zischt mehrere hundert Meter in riesigen Höhen über Palmen, Seen oder Dörfer.

Ein unglaubliches Erlebnis, das man sich meiner Meinung nach nicht entgehen lassen darf!

Unweit von Pinar del Rio haben wir einen kleineren Ort mit ebenfalls märchenhafter Landschaft und sogar einem Wasserfall entdeckt. Wie wunderschön war das denn?

Varadero

Der wohl bekannteste Urlaubsort für All-Inclusive-Hotels auf Kuba ist Varadero – aber auch der für mich unspektakulärste. Besiedelt von supervielen Touristen, die 6 Stunden nach Kuba fliegen, nur, um am Strand zu liegen und sonst nichts von der Insel mitzubekommen – nicht wirklich mein Geschmack. Natürlich gibt es hier tolle Hotelanlagen zu sehen und auch die Strände sind schön, aber um nur die Beine hochzulegen, den Atlantik zu überqueren ist doch ziemlich dekadent. Und gerade, wenn man doch so ein spannendes Land bereist, rate ich jedem, dieses auch zu besichtigen, um mehr mitzunehmen, als sonnengebräunte Haut. Trotzdem versteht mich nicht falsch: unsere Tage in Varadero waren superschön und echt erholsam nach den vielen aufregenden Abenteuern und Aktivitäten. Hier hatte man Zeit, die Seele etwas baumeln zu lassen und ich habe ein neues Hobby entdeckt: Tennis spielen!

Valle de Viñales

Deutlich spannender fand ich dennoch das wirklich atemberaubende Tal Valle de Viñales, das wir größtenteils zu Pferd erkundet haben, denn hier gibt es (wie übrigens in vielen Orten Kubas) keine besonders gut Infrastruktur. Fast senkrecht schießen in diesem Gebiet Berge aus dem Boden, umrandet vom grünsten Grün. Ein Highlight unserer Tour ist die Moral de la Prehistoria (drittes Foto) – eine von einem mexikanischen Künstler gemaltes Werk, das 1961 fertiggestellt wurde und besonders mit seinen Maßen beeindruckt. Das Gemälde ist circa 100 x 200 Meter groß!

Pinar del Rio

Ganz im Westen liegt die „Tabakhauptstadt“ Kubas. Da wir wieder in einer privaten Unterkunft von einem älteren Kubanischen Pärchen unterkamen (von denen wir übrigens täglich morgens und abends bekocht wurden und so auch viele kubanische Köstlichkeiten kennenlernten) und ihr Sohn zum Touristenführer ausgebildet wurde, unternahmen wir einen gesamten Tagestrip mit ihm. Angefangen haben wir in einer Zigarrenfabrik, in der uns gezeigt wurde, wie aus der Pflanze Schritt für Schritt eine Zigarre gemacht wird. Anschließend sind wir durch einige Tabakfelder gewandert, bis hin zu einem kleinen Hof mit Pferden, der unserem Guide gehörte und haben die selbstgemachten Zigarren probiert. Anschließend holte uns ein alter Bauer mit seinen Bullen ab und wir fuhren rumpelnd eine Weile über Stock und Stein (wirklich ein Erlebnis!) bis zum Fuße eines Berges. Diesen haben wir dann bestiegen und hatten ganz oben eine wunderbare Aussicht über das Tal bis hin zum Golf von Mexiko. Vielleicht könnt ihr es auch auf dem unteren Foto erkennen? An diesem Tag fielen wir müde mit vielen neuen Erinnerungen ins Bett!

Cayo Levisa

Natürlich durfte auch ein wenig Strandurlaub nicht fehlen, obwohl wir uns absichtlich gegen die Bahamas und für Kuba (aufgrund der Vielfalt) entschieden haben. Dafür fuhren wir mit dem Boot zur wunderwunderwunderschönen Insel Cayo Levisa. Eine kleine Insel mit nur einem Hotel und so wenig Gästen, dass man sich vorkommt, als hätte man die Insel ganz für sich allein.

Flitterwochenfeeling garantiert.

Hier entdeckte ich das türkiseste Wasser und den weißesten Strand, den ich je in meinem Leben gesehen habe. Einfach ohne Worte.

Wenn ich diese Fotos wieder sehe, würde ich am liebsten den nächsten Roadtrip starten. Ich liebe es, Länder und Kulturen auf eigene Faust zu entdecken, mir die Zeit selbst einzuteilen, anzuhalten, wann und wo ich mag, und Abenteuer zu erleben. Kuba war auf jeden Fall eines meiner Abenteuer. Das nächste kann kommen!