3. Platz Kategorie Fashion / Finalistin beim LIONEL Design Award

Mit meiner aktuellen Kollektion „Roots Unusual“ habe ich mich vor einigen Wochen beim Lionel DesignPreis beworben. Als ich dann vor zwei Wochen die tolle Nachricht bekam, dass ich für das Finale am 02.11. in Braunschweig nominiert wurde, war die Freude natürlich riesig!

Man arbeitet monatelang ununterbrochen an einer neuen Kollektion, steigert sich in jedes Detail hinein, ist selbst überzeugt vom Design und den finalen Produkten und hofft dann am Ende, dass die Arbeit sich gelohnt hat und auch andere Menschen sich für die neuen Kleidungsstücke und Ideen begeistern können. Da sind Modewettbewerbe eine tolle Chance, auf sich aufmerksam zu machen, Kontakte zu knüpfen und Anerkennung zu ernten. Wenn man dann noch so eine tolle Rückmeldung bekommt, ehrt es einen um so mehr!

Am letzten Freitag war es dann endlich soweit und ich fuhr schon am Nachmittag zur Location, um die Veranstalter und die Jury kennenzulernen, meine Kollektion noch einmal auf Mängel zu überprüfen und dann für das Publikum aufzubauen.

Doch leider entpuppte sich das Event nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Alles fing damit an, dass der Veranstalter nicht selbst vor Ort war und wir kein Briefing und keine Auskunft über den Ablauf des Tages bekamen. Backstage stellten wir dann fest, dass die versprochene Make Up Artistin noch nicht da war und bekamen nur über Dritte mit, dass diese für den gesamten Tag abgesprungen war. So konnten wir nur selbst einspringen und dafür sorgen, dass die Models so gut gestylt, wie spontan möglich wurden.

Das nächste Dilemma ließ nicht lange auf sich warten: versprochen wurde uns, dass neben den Models (die übrigens auch 2 Tage vorher von mir selbst organisiert werden mussten) auch noch Schaufensterpuppen zur Präsentation der restlichen Outfits zur Verfügung stehen sollten. Diese waren leider auch nicht vorhanden, sodass eine andere Finalistin – die Gott sei Dank aus Braunschweig kam – die Puppen aus ihrem eigenen Store holen konnte und diese mit uns teilte. Total kameradschaftlich und lieb!

Wie schon gesagt, kamen wir ja bereits Mittags an und die Award Gala mit Aftershowparty sollte bis in die Nacht dauern, weshalb ich mich im Voraus um eine Versorgung für die Models kümmerte. Mir wurde ein Catering (und wortwörtlich „auf jeden Fall Früchte und etwas zu knabbern“) versprochen, doch es war den gesamten Nachmittag und Abends nichts zu Essen und zu Trinken vorhanden. Ich war davon sehr enttäuscht, denn ich war zum Teil mit für die Stimmung und das Wohlbefinden der Models verantwortlich.

Um 17:30 Uhr sollte dann der Einlass der Gäste stattfinden, welche in einen Ausstellungsraum geleitet werden sollten, in dem die Arbeiten der Finalisten in allen Kategorien (neben Mode gab es z.B. noch Motion, College etc.) ausgestellt waren. Die Models sollten hier eine kleine Modenschau veranstalten, die aber auch nicht angewiesen wurde. Wir warteten dann auf die Award Gala, das Highlight (im negativen Sinne) des Tages – leider.

Die angekündigte Band ist komplett ausgefallen und so gab es weder bei der Ausstellung noch bei der Gala eine musikalische Unterstützung. Außerdem wurde eine Moderatorin engagiert, welche weder professionell sprach, noch auf ihre Ansagen vorbereitet schien. Der Veranstalter bot mehrfach während der Veranstaltung um Geld für die nächsten Awards, die im 2-Jahres-Rythmus stattfinden. Dann wurden die Gewinner verkündet, wobei nicht für jeden ein Pokal, eine Urkunde und ein Blumenstrauß reserviert waren – die fehlenden Sachen sollten noch nachgereicht werden. Manche der Gewinner durften dann zum Publikum sprechen und sich bedanken, manche nicht.

Ich könnte noch mit einigen anderen Dingen weitermachen (z.B. dass meine Kollektion mir in einem kleinen Karton total ungebügelt wiedergegeben wurde), aber ich denke, für einen Eindruck sollte diese Kritik schon genügen. Bisher war ich schon auf mehreren Award Galas, auf denen ich auch schon mit einer Modenschau im Finale auftrat und bisher waren alle Wettbewerbe besser und professioneller organisiert, als dieser. Wirklich schade, da die Ausschreibung wirklich viel zu versprechen schien und auch der Kontakt zum Veranstalter sehr nett war.

Insgesamt war ich aber sehr enttäuscht vom Tag und der Mühe, die ich in den Wettbewerb gesteckt hatte und weder traurig, noch glücklich, als mir der dritte Platz in der Kategorie Fashion verliehen wurde.

Hier kommen trotzdem noch ein paar Eindrücke …

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Das Beste an der Veranstaltung war die Aftershow-Party, welche im Gewandhaus Braunschweig stattfand. Eine wirklich schöne Location mit – endlich – ein paar Häppchen zu Essen!

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Das nächste Mal investiere ich meine Mühe und Zeit einfach in einen anderen Award – kann ja nur besser werden!

Eure Juliana