NYFW / Oxford Fashion Studio 2018

Das Oxford Fashion Studio bietet internationalen Designern Platz, die eigene Kollektion auf einer der großen Fashion Weeks zu präsentieren. Da durfte die NYFW natürlich nicht fehlen. So haben sich auch dieses Jahr einige internationale Designer gefunden, die das Organisationstalent der Oxford Fashion Studios nutzen und zusammen etwas Großes schaffen wollen. Am 08. September 2017 war es dann so weit und ich war eingeladen, die Kreationen kritisch zu beäugen!

Vier Schauen gab es an dem Tag alleine von dem OFS und an jeder einzelnen waren verschiedene Designer beteiligt. Da ich den Tag über noch Arbeiten musste, entschied ich mich für die Show um 9 Uhr abends, welche außerdem die meisten Kreationen des Tages beinhaltete. Ich kam pünktlich zur Show an, und habe den Raum und den Laufsteg mit einem Glas Champagner in der Hand begutachtet. Insgesamt ein nettes, modernes Ambiente mit viel Weiß, für meinen Geschmack war der Raum aber etwas klein. Da hatte ich mehr erwartet, bei dem Hintergrundwissen, dass jeder Designer ein kleines Vermögen ausgibt, um bei dieser Show seinen eigenen kleinen Auftritt zu haben.

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Es wurde relativ pünktlich geseatet und dann ging es auch schon los! Den Anfang hat die estländische Strickdesignerin Kristen Kuslapuu gemacht, die auf Farben und Worte innerhalb Frauen- sowie auch Männerbekleidung gesetzt hat – ein bunter Beginn, der gute Laune macht. Ein guter Start, der aber, so muss ich es leider ehrlich sagen, von weniger interessanten Kollektionen abgelöst wurde. Vieles, was folgte, hat man schon sehr oft gesehen, die Kollektionen waren sehr kommerziell, wenig innovativ oder kreativ. Das Beste folgt ja aber bekanntlich zum Schluss und so war es auch hier.

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Die rumänische Designerin Gina Cas hat sich deutlich vom Rest der Menge abgehoben und bei dieser Show alles richtig gemacht. Der Abend war gerettet! Ihre Kollektion bestand hauptsächlich aus Kunstleder in Kombination mit Jogging- und Anzugstoffen. Als textile Veredlung und Manipulation wurde das Leder in Streifen geschnitten und diese sind dann neu zusammengesetzt worden. Dadurch haben sich Flechtelemente gebildet, sowie dicke Fransen. Diese hat sie auch als Showpiece in Brillen übertragen, welche farblich zu den Outfits abgestimmt waren und den Models eine Anonymität verliehen haben. Charmant war, dass sie auch selbst bei der Vorstellung der Designer eine ihrer Brillen getragen hat, am Ende aber abgenommen und gezeigt hat, wer sie ist. Ihre Farbpalette reichte von Schwarz, über Grau, Gold, Rosa hin zu Schneeweiß. Eine ungewöhnliche Kombination, die die Kollektion interessant gemacht hat. Ich werde sie auf jeden Fall weiter verfolgen, denn wie ich finde, steckte das größte Talent des Abends in ihr.

 

Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich von der Show etwas enttäuscht war. Die Organisation war sehr gut und machte einen professionellen Eindruck, doch ich bezweifle, dass es das viele Geld, dass die Designer für diesen Auftritt bezahlt haben, wert war – was aber nicht zuletzt an den Kreationen selbst lag, welche für ein Kaufhaus geeignet waren, oftmals aber nicht für die New York Fashion Week. Aber alles meine Meinung!

Eure Juliana

Uuuuuund noch kurz zu meinem Look an dem Abend. Ich habe mich für ein Hemd mit Statement-Ärmeln in weiß entschieden, dieses mit einer schwarzen Culotte, Choker und einer roten kurzen Umhängetasche mit Piercingelement kombiniert. Klassisch und trotzdem trendy!

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