1 Day Tour / Turin

Hier folgt ein weiterer Tagesausflug, den man wunderbar von Mailand aus unternehmen kann. Nämlich nach Turin! Mit dem Expresszug ist man schon in anderthalb Stunden da, denn er fährt glücklicherweise 300 km/h.

Egal, an welchem der zwei zentralen Bahnhöfe man ankommt, kann man sich einfach zu Fuß auf den Weg zur ersten Sehenswürdigkeit, dem Piazza Castello bewegen und schon auf dem Weg die netten Straßen gesäumt mit Brunnen oder Märkten bestaunen.

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Maxidress: Esprit
Lederjacke: Esprit
Bauchtasche: Matt & Nat
Schuhe: Zara
Rucksack: Pieces

Angekommen am Piazza Castello, befindet man sich bereits im Herz Turins und man hat zu 360° Gebäude, die sich sehen lassen können. Dazu gehören der Palazzo Madama e Casaforte degli Acaja, der Palazzo della Prefettura-Armeria Reale oder das Teatro Regio. Hier gibt es auch einige Möglichkeiten, sich zu stärken. Da ich nur einige Stunden in Turin war und die Stadt relativ groß ist, bot es sich für mich an, eine Besichtigungsfahrt mit einem Hop-on-hop-off-Bus zu unternehmen. Allerdings muss man zu diesen Busfahrten in Turin leider sagen, dass der Name nicht Programm ist. Die Busse fahren nur stündlich und somit müsste man jedes Mal, wenn man vom Bus abhüpft, an der Sehenswürdigkeit eine Stunde verbringen. Da ich aber möglichst viel sehen wollte, bin ich deshalb wie bei einer normalen Stadtrundfahrt sitzen geblieben und habe dafür 2 Touren an diesem Tag geschafft und bin davor, zwischendurch und danach immer noch etwas durch die Stadt gelaufen, um noch mehr Seitengassen zu erkunden. Das Prinzip kann ich so empfehlen, man muss sich nur leider vom Hop-on-hop-off-Gedanken verabschieden.

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Nachdem ich den weitläufigen Piazza Castello erkundet hatte, ging es für mich dann auch zeitnah mit der Fahrt los. Erste Sehenswürdigkeit auf dem Weg war dann der Mole Antonelliana, ein als Synagoge begonnener Bau mit langem Dachaufsatz, den man auch begehen kann. An dem Wochenendtag war die Schlange allerdings so entsetzlich lang, dass ich hätte mindestens 2 Stunden warten müssen und das war mir die Zeit nicht wert. Also als Tipp für euch: Kauft die Tickets entweder vorher im Internet mit Expresszugang oder seid früh genug da! Der Ausblick ist bestimmt sehenswert, denn das Gebäude war zu der Zeit seiner Fertigstellung das zweithöchste begehbare Gebäude der Welt (es hatte gerade den Kölner Dom übertroffen, nur der Obelisk in Washington war noch knapp höher).

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Ganz in der Nähe des Turms und des Platzes Vittorio Veneto ist auch eine sehr interessante Skulptur zu finden, die ich unbedingt festhalten musste! Der Platz lohnt sich auch auf jeden Fall, er ist das Ende des längsten überdachten Gehweges der Welt.

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Man überquert als nächstes den Fluss Po, zu diesem Zeitpunkt als ich die Gran Madre di Dio (übrigens auch von innen sehenswert, wie die meisten Kirchen in Italien) entdeckte, verließ mich die Sonne in Turin leider, die Temperaturen blieben aber zum Glück noch angenehm. Die Fotos sehen aber leider ab jetzt etwas trüber aus, tut mir leid!

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Vorbei an einer sehr schönen alten Burg Borgo Medievale Torino im Grünen ging es weiter in Richtung Castello del Valentino. Auffällig ist zu diesem Zeitpunkt schon, dass die sonst sehr industrielle Stadt Turin auf der anderen Seite aber ebenso viele prunkvolle Gebäude besitzt. Der Kontrast zwischen Industrie und Schmuck ist sehr spannend. Übrigens, als kleiner Tipp am Rande, in Turin wurde das Eis am Stiel erfunden und das sollte man unbedingt in einer der Eisdielen testen. Dort gibt es ebenso viele Eissorten, doch hübsch angerichtet am Stiel, was ich vorher noch nicht so kannte! Es war sehr lecker, meine Wahl hatte mich überrascht, als ich hineingebissen habe, denn im Eiskern offenbarte sich noch ein Stück Kuchen. Das war eine Erfahrung für sich, ich hatte mich doch schon gewundert, warum mein Eis noch 15 Sekunden in die Mikrowelle gelegt wurde, bevor ich es serviert bekam.

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Ich stieg am Anfangs- und gleichzeitig Endpunkt um in die blaue Linie, die einen größeren Umkreis Turins abdeckt und einem aus dem Zentrum bis hin zum Schloss Palazzina di Caccia di Stupinigi bringt, dafür hat sich die Fahrt gelohnt, denn es ist wunderschön. Man kann, wenn man die Zeit mitbringt, auch in den Gärten spazieren oder sogar das Schloss von innen besichtigen – bestimmt ein Genuss!

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Zurück in der Innenstadt bin ich noch etwas rumgelaufen, ganz dem Motto „der Nase nach“ und bin noch auf den schönen Platz Palazzo Carignano gestoßen und ganz in der Nähe auf die Santa Cristina, eine weitere schöne Kirche.

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Danach ließ ich den Abend mit einem leckeren Aperitivo ausklingen und machte mich auf den Weg zurück zur Bahnstation. Dafür, dass ich nur einige Stunden in Turin war, finde ich habe ich wirklich viel gesehen und die Busfahrt war da natürlich eine große Unterstützung. Normalerweise erkunde ich die Städte gerne zu Fuß, aber dafür muss man natürlich etwas mehr Zeit mitbringen. Turin lohnt sich auf jeden Fall auch für ein ganzes Wochenende, denn wie ihr jetzt gesehen habt, gibt es ganz viele tolle Gebäude und Plätze zu erkunden und noch über meine Sammlung hinaus einige mehr!

Eure Juliana


Here is another article about a 1-day-tour and this time I went to Turin, a city that you can reach easily in one and a half hour from Milan with an express train that is 300 km/h fast. It does not matter, at which of the central stations you arrive in Turin, you can walk in the city center anyway and reach the first sight – the Piazza Castello – by foot. On your way you can already visit nice streets, fountains or markets.

Piazza Castello is the heart of Turin and in each direction there are beautiful buildings to explore (Palazzo Madama e Casaforte degli Acaja, Palazzo della Prefettura-Armeria Reale and the Teatro Regio). Here you also have some options to have lunch and to really start your tour. I just spent some hours in Turin which is a quiet big city and that is why I chose to do a city tour with a Hop-on-hop-off-sightseeing-bus. But one disappointing thing is that you can not really hop on and off because the busses go just once an hour and you would have to visit every sight for on hour. To see as much as I could in the time I had, I decided to stay in the bus like in a normal sightseeing tour and then do a second tour as well. Before and after the tours I visited other streets by foot. I can recommend my system for the day, you just have to delete the idea of hopping on and off the bus.

After the giant Piazza Castello I started the bus tour. First sight was the Mole Antonelliana, a building that has began as a synagogue but then was completed with a different rooftop which you can visit. I was in Turin at the weekend and therefore the line was so long that I would have to wait for 2 hours and that was too much. So, an advice for you: Buy a ticket online the day before you want to visit the rooftop or be very early! The view you should have is probably amazing, because when the building was completed it was the second highest in the world. Around the corner, you can visit the Piazza Vittorio Veneto and an interesting sculpture. The square is really nice and it joins the longest walkway that has a roofing in the world.

Then, you will cross the river Po and reach the church Gran Madre di Dio which has also an interesting inner decoration. To that time the weather got worse but still it was pretty warm and luckily it did not rain. You will see an old castle Borgo Medievale Torino in a nice garden and Castello del Valentino. To that point of time I already thought how interesting the contrast between industry and beautiful decorated buildings in Turin was. By the way, Popsicles were invented in Turin and that is why you have to try one in a Gelateria. There you also have many different tastes, well-decorated on a stick which I did not know like this before. The one I chose surprised me because when I had a bite I tasted a real piece of cake inside and then I understood why they put my ice-cream in the microwave for 15 seconds before serving.

I changed the bus at the beginning- and ending point of the red bus line and chose the blue line that drives you to the outer area of Turin and for example to the castle Palazzina di Caccia di Stupinigi which was totally worth the longer way because it is beautiful! When you have time, you could hop off there and visit the giant garden or the inside of the castle.

Back to the city center I just strolled around a bit and saw the nice Palazzo Carignano and right there also a really beautiful church called Santa Cristina. Afterwards, I ended my evening with a delicious aperitivo (once again haha) and went back to the train station and to Milan. Considering that I just spent some hours in Turin I saw very much but if you bring more time you could also spend a whole weekend there because there are so many more buildings, gardens or places to visit!