Benvenuto a Milano!

Natürlich darf nicht fehlen, euch einen Eindruck in meinen aktuellen Wohnort Mailand zu verschaffen. Bevor ich nämlich anfing hier zu studieren, war mir gar nicht klar, wie schön diese Stadt ist und wie wohl ich mich hier fühlen würde. Und was diese Stadt zu bieten hat, möchte ich euch gerne näher bringen. Neben dem bisher fast immer supergutem Wetter und dem fantastischen italienischen Essen beeindruckt mich besonders der Kontrast zwischen der alten und neuen Architektur – den lebensfrohen entspannten Italienern und den gestressten Geschäftsleuten. Inzwischen haben mich schon einige Freunde sowie meine Familie hier besucht und für diejenigen, die vorher noch nie hier waren, habe ich nach und nach eine eigene Sightseeing-Tour entwickelt, mit der man in einem Tag alle wichtigen Sehenswürdigkeiten hauptsächlich zu Fuß ablaufen kann und dennoch genügend Zeit hat, um shoppen zu gehen oder das wahnsinnig gute Essen zu genießen. Bisher habe ich ein sehr gutes Feedback dazu bekommen und ich würde mich freuen, wenn sie den Ein oder Anderen von euch überzeugt, diese schöne Modemetropole zu besuchen und dann vor Ort Freude bereitet. Also Achtung, Trommelwirbel, hier kommt sie:

Gestartet wird morgens auf der Piazza del Duomo. Schon wenn man aus der roten M1-Metrostation kommt, offenbart sich der wunderschöne Mailänder Dom direkt vor unserer Nase.

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Und der Dom ist nicht nur von außen atemberaubend schön, sondern auch von innen. Wer möchte, besorgt sich ein Ticket, mit dem man nicht nur in den Dom darf, sondern auch die Aussicht des Daches genießen kann (wahlweise zu Fuß oder mit dem Lift). Beides zusammen kostet um die 16€ pro Person und ist meiner Meinung absolut lohnenswert.

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Anschließend könnt ihr die schöne Galleria Vittorio Emanuele II auf der linken Seite des Platzes (wenn man vor dem Dom steht) besuchen. Die Architektur ist wirklich schön und ein Blick in die Schaufenster der Luxus-Modeläden lohnt sich auch. Außerdem befindet sich in der Galleria auch das Café Campari, in dem der Aperitif erfunden wurde.

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Tüll-Oberteil und High-Waist Jeans: H&M

Samt-Choker: Pieces

Metallic Sneakers: Zara

Lederrucksack und Jäckchen: Vero Moda

Lippenstift: L.O.V.

Wenn ihr den Ausgang der Galleria geradeaus nehmt, kommt ihr direkt auf den Platz der Scala, eines der bekanntesten Opernhäusern der Welt. Ich hoffe, ich habe noch die Chance während ich hier bin einen Abend dort zu verbringen. Da die Oper so bekannt ist, hatte ich sie mir aber auch von außen prächtiger vorgestellt – da war ich etwas enttäuscht! Trotzdem soll es im Inneren auf Grund der einzelnen kleinen Kabinen sehr schön sein und mit Sicherheit sind auch die jeweiligen Opern, Ballets oder Konzerte sehenswert und von besonders guter Qualität.

Auf dem Platz der Scala werden wir dann links abbiegen und parallel zur Galleria zum Piazza dei Mercanti gelangen – einer der ältesten Plätze der ganzen Umgebung. Es ist wirklich kaum zu glauben, dass es diese Bauwerke schon seit dem 13. Jahrhundert gibt!

Weiter geht es dann nach rechts auf die Via Dante, einer schönen belebten Straße mit einigen Geschäften in Richtung Castello, in dem sich heutzutage einige Museen befinden.IMG_7166.jpg

Direkt hinter dem Castello, das man in einem großen Innenhof durchqueren kann, offenbart sich der Parco Sempione, der größte Park direkt in Mailand. Ich empfehle, ihn komplett in einer großen Runde im Uhrzeigersinn zu durchqueren. So findet man als erstes Links den Torre Branca, einen Aussichtsturm, auf den man für 5€, aber auch nur für 6 Minuten fahren kann (es ist nämlich nicht Platz für viele Menschen). Dennoch finde ich, es hat sich für den einzigartigen Ausblick gelohnt! Achtung, der Turm hat wirklich nur bei bestem Wetter auf und ist von circa 1-3 zur Mittagszeit geschlossen.IMG_7273.jpg

Neben diesem Türmchen befindet sich die Triennale di Milano, ein Designmuseum – ein Must für alle Design Fans. Am nördlichen Ende des Parks steht der Arco della Pace, an dem man häufiger frisch verheiratete Ehepaare beobachten kann, die ein Fotoshooting haben, Live-Musiker spielen dort und die Einheimischen Jugendlichen treffen sich auf eine Runde Handball. Mir gefiel es, dort ein Weilchen zu sitzen, die verschiedenen Menschen zu beobachten und dabei den schönen Park im Rücken zu haben.

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Zurück geht es auf der rechten und östlichen Seite des Parks, vorbei am Stadion Arena Civica in Richtung des hübschen Künstler-Viertels Brera. Hier kann man einfach mal eine Runde schlendern und sich treiben lassen, denn es gibt viele nette Cafés, Restaurant, kleine Läden mit ulkigen Gegenständen oder Modeläden. Folgt man ungefähr der Straße Corso Giuseppe Garibaldi, erkennt man schon bald, dass man auf das neue Viertel mit einigen Hochhäusern zusteuert.

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Top: Zara Basics

Culotte: H&M

Bauchtasche: Matt&Nat

Lederrucksack: Vero Moda

Sonnenbrille: & other stories

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Besonders diese bewachsenden Hochhäuser haben es mir persönlich angetan. Sie befinden sich direkt hinter dem schönen Piazza Gae Aulenti und liegen somit etwas verborgen.

Von der nahgelegenen Station Porta di Genova empfehle ich zum Abend ins Viertel Navigli zu fahren und hier einen Aperitivo (man bestellt sich einen Drink für wenige Euro und dazu wird kostenlos entweder eine Art Vorspeise serviert, oder man kann sich an einem Häppchen-Buffet bedienen) zu sich zu nehmen und anschließend zu Abend zu essen. Besonders, wenn es dunkel wird und die Laternen und netten Restaurant beleuchtet sind, ist diese Location super und absolut empfehlenswert, denn Navigli ist direkt an den Kanälen Mailands gelegen. Wasser in einer Stadt, egal ob in Form eines Flusses oder Seen macht für mich alles noch gemütlicher. Besonders gut war die Pizza in der Via Casale (wenn mich nicht alles täuscht hieß es Buona Forchetta – ein Restaurant mit weißen Schirmen und anthraziten Möbeln), einer Seitenstraße zum Kanal und auch mein Dessert – ein Schokoladen-Soufflé mit flüssigem Kern – war atemberaubend lecker. Nach dem Abendessen mit kugelrundem Bauch kann man dann noch einen schönen Spaziergang am Kanal genießen und dann müde, aber mit hoffentlich vielen neuen und tollen Eindrücken ins Bett fallen.

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Also viel Spaß bei eurem Ausflug! Ich würde mich wirklich freuen, wenn diese Tour dem Ein oder Anderen Freude bereitet.

Eure Juliana